Glückliche Erbsen

Corona-positiv: Alles wird wieder gut

02.10.2020
Corona-positiv

Seit ein paar Wochen fühle ich mich müde und habe Lust zu gar nichts. Nachdem ich das nun eine Weile beobachtet habe, bin ich zu folgender Eigendiagnose gekommen: Ich leide an Corona! Wer mich und meine Erbsen schon länger verfolgt, kennt meine Einstellung dazu. Und ich krieg‘ es immer weniger auf die Reihe, was hier passiert. Einerseits was vonseiten der Politik abgeht, andererseits warum es nach wie vor Leute gibt, die das tatsächlich glauben. Gleich vorweg und weil ich es noch mal betonen möchte: Es geht nicht darum, eine Krankheit kleinzureden. Aber ich bin davon überzeugt, dass es sich bei Covid-19 um einen Virus handelt, mit dem wir lernen müssen zu leben – wie das bei so vielen anderen Krankheitserregern auch der Fall ist. Und ja, es gibt schlimme Fälle. Ja, es gibt mitunter Folgeschäden. Ja, es sterben Menschen daran. Doch das ist bei jeder Krankheit der Fall. Dass man allerdings derart viele Kollateralschäden in Kauf nimmt, das ist nicht normal.

Was geht ab? In Österreich werden täglich bis zu 15.000 Menschen getestet – meist ohne dass sie irgendwelche Krankheitssymptome aufweisen. Bei einer derartigen Anzahl ist doch klar, dass die Zahl der Infektionen steigt. Von den falsch-positiv Getesteten möchte ich jetzt gar nicht anfangen. Es reicht schon, wenn man bedenkt: Infiziert heißt nicht krank. Und es bedeutet auch nicht, dass man infektiös, also ansteckend ist. Klar: Fühlt man sich nicht gut bzw. krank, sollte man zuhause bleiben – so wie bei jeder anderen (ansteckenden) Erkrankung. 

Immer mehr honorige Mediziner, Infektiologen, Virologen, Public Health-Experten und andere mehr gehen auf die Barrikaden und sprechen sich gegen all die Maßnahmen aus – vom vielen Testen über die Maskenpflicht bis zu Sperrstunden und Reisewarnungen. Immer mehr sagen, dass das Virus nicht so gefährlich ist, wie anfangs angenommen. Immer mehr sind der Meinung, dass die Politik dieses Virus vorschiebt, um ein globales, autoritäres System zu errichten. Ob Letzteres stimmt, weiß ich nicht. Mein naiver Geist möchte es nicht glauben. Doch Fakt ist: Die Wirtschaft wird an die Wand gefahren, während es trotz gestiegener Infektionszahlen weniger Schwerkranke gibst und das Gesundheitssystem – zumindest hierzulande – nicht an seinen Grenzen ist. 

Corona-positiv: Fass Dir ein Herz

Halt! Stopp! Ich strudel‘ mich da schon wieder hinein, dabei wollte ich ja darüber schreiben, warum ich Corona-positiv bin. Obwohl ich mich nämlich stundenlang aufregen könnte, weiß ich doch, dass das meiner Gesundheit und meinem Gemüt so gar nicht gut tut. Stress und Angst versetzen den Körper in einen dauerhaften Aktivierungszustand, der uns erschöpft und langfristig krank macht. Und ja, auch dieses ständige Nachdenken über dieses Thema ist Stress pur.

Ich habe also beschlossen, ab sofort Corona-positiv zu sein. Das heißt nicht, dass ich jetzt alles bejahe – absolut und ganz und gar nicht! Es heißt genauso wenig, dass ich mir Scheuklappen aufsetze. OK, ab und zu schon. So hab ich etwa den Nachrichtenkonsum wieder massiv eingeschränkt – vor allem jener Sender, in denen zum Teil komplett unkritisch berichtet wird. Und ja, lieber ORF, da gehörst Du dazu. 

Future is an attitude – Zukunft ist Einstellungssache. Wir müssen wieder Zukunft denken, obwohl uns die Politik davon abhalten möchte. Nur dann werden wir auch Zukunft (er)leben. Beam Dich an Orte, an denen Du schlichtweg glücklich warst. So lande ich derzeit täglich, wenn ich mich nach der Yogapraxis in Savasana begebe, in Namibia. Ich reise noch mal durch dieses wunderbare Land und bleib immer an einem anderen Platz hängen. Und es ist dieses unendliche Gefühl des Glücks, das ich auf dieser Reise erleben durfte, das ich dann in den Alltag mitnehme. Das funktioniert nicht immer und nicht von heute auf morgen, aber glaub mir: Hast Du einmal damit angefangen, kannst Du es gar nicht mehr erwarten, Dich jeden Tag an so einen Ort zu begeben. Und wenn sich das Gedankenkarussell wieder mal beginnt zu drehen, sag STOPP – wie das geht, steht hier.  

Ja, ich bin auf dem besten Weg Corona-positiv zu werden. Ich trag die Maske, wenn es sein muss, halte Abstand, achte auf Hygiene, mach Yoga, ernähr mich gesund, bin in Zeiten wie diesen (wieder) dankbar und versuche verstärkt, Ruhe zu finden. Wenn man so möchte, ist das ein stiller Kampf. Doch es ist einer, der Energien freisetzt. Und es ist mehr denn je an der Zeit, dass wir uns unserer Gesundheit zuliebe wehren. Ich lade Dich also ein, mit mir Corona-positiv zu werden und Deine Zukunft zu denken und zu leben.

Corona-positiv: Alles wird gut

8 Kommentare

  • Antworten Manuela 02.10.2020 at 10:54

    Wieder so ein wundervoller Beitrag. Und ich bin ganz bei Dir! Man mag mich für naiv halten, aber mittlerweile lebe ich mein Leben wie ich es für richtig halte und blende dadurch das was mir zum Thema Corona nicht gut tut aus. Denn nur so schaffe ich es, wieder Zukunftspläne zu schmieden, ich halte mich an Orten auf wo ich wenig von den Maßnahmen spüren muss (z.B. in freier Natur) und ich richte meinen Fokus auf mein persönliches Wohlbefinden. Ich verbringe meine Zeit mit all den Dingen die mir gut tun, sei es Fotoalben zu krearieren aus alten Urlauben und schönen Kraftorten… nur so kann ich in meiner Mitte bleiben. Aber es tut gut, Gleichgesinnte wie Dich zu finden. Gemeinsam stehen wir diese Zeit mit vielen positiven Gedanken durch.

    • Antworten iane 17.10.2020 at 09:56

      … JETZT weiß ich auch, was Du damit gemeint hast, dass das mit dem Kommentieren nicht geklappt hat. Bitte entschuldige, liebe Manuela, hab diesen Deinen Kommentar leider erst heute im Spam-Ordner gefunden… warum auch immer! Aber zum Glück hab ich ihn gefunden, denn ich bin Dir wirklich sehr dankbar dafür. Ja, es ist wichtig, dass wir wieder Zukunft denken, Pläne schmieden, in unserer positiven Mitte bleiben. Und eigentlich ist es ja egal, ob uns andere dafür naiv halten. Am Ende des Tages geht es darum, was wir davon halten – und wenn wir uns diese positiv-kindliche Naivität beibehalten können, ist das doch ganz wunderbar.
      Bleib Dir treu. Und schön, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen!

  • Antworten Steffi Lingg 02.10.2020 at 14:05

    Super geschrieben, ich kann das voll und ganz unterschreiben!

    • Antworten iane 02.10.2020 at 14:07

      :-))) Ich glaub, wir sollten eine Kampagne starten – unter dem Motto: Das Positive wird zur Pandemie

  • Antworten Madlen 03.10.2020 at 16:30

    Sehr cool, Iane!!! 🙂 Zu 100 % bei dir!

    • Antworten iane 03.10.2020 at 17:05

      Danke Dir, liebe Madlen! Wir versteh’n uns 😉
      Namaste!

  • Antworten Manuela 17.10.2020 at 09:14

    Leider hat es bei mir mit dem Kommentieren nicht geklappt. Ich versuche es nochmal.
    Wieder ein wunderbarer Beitrag. Und ja, ich bleibe positiv! Ich versuch den Fokus auf das Positive zu richten!
    Liebe Grüße Manuela

    • Antworten iane 17.10.2020 at 09:51

      Liebe Manuela, also hier hat das ganz wunderbar geklappt mit dem Kommentieren 😉
      So schön, dass Du auch positiv bleibst und den Fokus darauf richtest. Weg vom Negativen. Weg von den Problemen. Hin zu den Lösungen.
      Lieben Gruß, Iane

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